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Forschung am Kunsthistorischen Institut

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Foto: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

 An der Universität Bonn wird das Fach Kunstgeschichte in seiner gesamten Breite erforscht. Angegliedert an die fünf Professuren umfassen die Forschungsschwerpunkte die Kunst und Architektur des Mittelalters, der (Frühen) Neuzeit bis in die Moderne und Gegenwart. Geografisch konzentrieren sich die Forschungen hauptsächlich auf Europa – insbesondere Italien, die Niederlande, den deutschsprachigen Raum und Frankreich – und auf das Kunstschaffen in Nordamerika. Die Ergebnisse der Bonner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler tragen zu aktuellen künstlerischen, kulturellen, musealen, medialen oder theoretischen Diskursen bei.
 

Forschungsschwerpunkte im Bereich Mittelalters ergeben sich in der Buch- und Wandmalerei des Hoch- und Spätmittelalters, der profanen und christlichen Ikonographie, der Schatzkunst des Hoch- und Spätmittelalters, dem Verhältnis von Schrift und Bild in liturgischen Prachthandschriften des Hochmittelalters sowie der Geschichte der Kunstgeschichte des Mittelalters.
 

Das Kunsthistorische Institut verfügt deutschlandweit über die einzige Professur mit einer Denomination zur Kunstgeschichte unter besonderer Berücksichtigung der niederländischen Kunst. Niederländische, flämische, deutsche und französische Malerei, Druckgraphik und Skulptur des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit sowie Bild-Text-Relationen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Erforschung der Genremalerei seit dem 15. Jahrhundert und ihre Theoriebildung.
 

Zur Kunstgeschichte der Neuzeit (15.–19. Jahrhundert) wird von allen Professuren auf unterschiedliche Weise geforscht. In Bonn gibt es traditionell einen Schwerpunkt zur Kunstgeschichte Italiens, gegenwärtig in Bezug auf alle Gattungen: Architektur, Malerei, Skulptur, Graphik, Kunsttheorie, Kunsthistoriographie. Insbesondere die Michelangelo-Forschung spielt eine große Rolle, zuletzt bei der Bonner Ausstellung 2015, aber auch die Skulptur des Barock in Rom oder die italienische Kunsttheorie seit der Renaissance und ihre europäische Ausstrahlung. Traditionell bildet auch die Kunst der Renaissance in Italien und in nordalpinen Ländern (Deutschland, Niederlande) einen Schwerpunkt, etwa zu Dürer oder zu Fragen spezifischer Eigengesetzlichkeiten der nordalpinen Renaissance. Ein weiteres Forschungsgebiet gilt der deutschen Kunst im 18. Jahrhundert, etwa Skulptur in Deutschland und dem Werk des Architekten Balthasar Neumann. Seit einigen Jahren widmen sich Bonner Forschungsinteressen auch der Düsseldorfer Malerschule des 19. Jahrhunderts.
 

Die Forschungen zur Kunstgeschichte der Moderne und Gegenwart widmen sich den Diskursen der Kunsthistoriographie: Inwiefern stellen die Veränderungen der Bildkultur(en) ab der sog. Moderne und in der Gegenwart eine besondere Herausforderung da, für deren kunsthistorische Betrachtung und Bewertung? Darüber hinaus wird zu den Bereichen Musealisierung des Sakralen, Musealisierung der Moderne, Ideen- und Wissenschaftsgeschichte der Moderne und ihrer ›Kunstgeschichte(n)‹ sowie Museumskunstgeschichte und/versus akademische Kunstgeschichte geforscht.
 

In Kürze werden am Kunsthistorischen Institut eine Juniorprofessur zur Provenienzforschung und eine Stiftungsprofessur (Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur) mit einem Schwerpunkt Provenienzforschung und Geschichte des Sammelns eingerichtet. Hierzu wird es eine enge Zusammenarbeit mit der »Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Professur für Bürgerliches Recht, Kunst- und Kulturschutzrecht« geben.
 

In unseren, im ehemaligen Kurfürstlichen Schloss gelegenen Räumlichkeiten finden Forscherinnen und Forscher optimale Arbeitsbedingungen vor: Mit gegenwärtig etwa 150.000 Büchern und knapp 16.500 Zeitschriftenbänden ist die Institutsbibliothek die größte universitäre Fachbibliotheken für Kunstgeschichte in Deutschland. Weitere Arbeitsinstrumente sind die Fotothek, die stetig wachsende Bildmediathek und die in Kooperation mit der Klassischen Archäologie betriebene Bilddatenbank ArKuBiD. Besonderer Wert wird am Kunsthistorischen Institut auf die Ausstattung mit zeitgemäßer Technik gelegt.
 

Hier erhalten Sie eine Übersicht über den wissenschaftlichen Stab des Kunsthistorischen Instituts, aktuelle und abgeschlossene Projekte und Publikationen, über Konferenzen, Vorträge und Workshops sowie über Auszeichnungen und Preise, die für Promotionen an Bonner Doktoranden vergeben wurden: 

 

 

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