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B.A. Kunstgeschichte (2-Fach-B.A.)

Im 2-Fach-B.A. wird das Fach Kunstgeschichte mit einem zweiten gleich gewichteten Fach studiert (Übersicht über mögliche Fächerkombinationen). 
 

Studienaufbau und -verlauf

Das Lehrprogramm der Bachelorstudiengänge ist vollständig in Module gegliedert, die jeweils inhaltlich und/oder methodisch zusammengehörige Lehrangebote umfassen und sich über den Zeitraum von ein oder zwei Semestern erstrecken. In studienbegleitenden Modulprüfungen werden Leistungspunkte erworben, die in ihrer Summe die bisher übliche Abschlussprüfung ersetzen. Die Bewertung der Studienleistungen erfolgt nach dem European Credit Transfer and Accumulation System - ECTS (Leistungspunkte und Noten).

Beim 2-Fach-B.A. werden beide Fächer im Umfang von 78 LP studiert; auf den Optionalbereich (Spracherwerb, Recherche, Präsentation, Rhetorik u. ä.) entfallen 12 LP. Die Bachelorarbeit, die in einem der beiden Fächer geschrieben wird, zählt weitere 12 LP.

Der Studienaufbau erfolgt über sechs Stufen (A=Grundlagen, B=Methoden, C=Epochen und Kulturräume, D=Praxis, E=Fallstudien und K=Kunsthistorisches Kolloquium). Im ersten Studienjahr werden in zwei Modulen der Stufe A und einem Modul der Stufe B wissenschaftliche Grundlagen erlernt; die Vermittlung berufsqualifizierender Schlüsselkompetenzen ist in diese Module integriert.

Im zweiten Studienjahr stehen drei Wahlpflichtmodule zu verschiedenen Epochen und Kulturräumen vom Mittelalter bis zur Kunstgeschichte der Moderne (Stufe C) auf dem Plan, mit der Wahl einer der Epochen findet eine erste Schwerpunktsetzung statt. In diesem Studienjahr setzt auch das obligatorische Praxismodul ein, das sich in verschiedenen Lehrveranstaltungen (Exkursionen, Übungen vor Originalen, Praktika) bis in das dritte Studienjahr erstreckt.
Das dritte Studienjahr sieht in einem Wahlpflichtmodul der Stufe E (Fallstudien) eine exemplarische Vertiefungen in wissenschaftliche Fragestellungen und Problemlösungen vor, um auf die Bewältigung der Bachelorarbeit hinzuführen. Begleitend zu dieser werden im Kunsthistorischen Kolloquium (Stufe K) die Anwendung der fachspezifischen Methodik und die Diskussion von Forschungsfragen praktiziert.

 

Studienverlaufsplan des B.A.-Studiengangs Kunstgeschichte (2-Fach)

 

1. Studienjahr: Grundlagen/Theorien und Methoden
Die Grundlagenmodule A1 und A2 sind Pflichtmodule und müssen beide belegt werden, wobei das Modul A1 jeweils im Wintersemester und das Modul A2 jeweils im Sommersemester angeboten werden. Jedes Modul umfasst 4 Semesterwochenstunden und ist gleichbedeutend mit 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe A werden im 1. Studienjahr absolviert.

  • KG A1 Grundlagen Kunstgeschichte Spätantike/Mittelalter
  • KG A2 Grundlagen Kunstgeschichte Neuzeit/Moderne

In diesen beiden Modulen werden Grundkenntnisse vermittelt in den Gegenstandsbereichen der spätantiken und mittelalterlichen sowie der neuzeitlichen und modernen Kunstgeschichte. Außerdem erwerben die Studierenden Grundkenntnisse im Denkmälerwissen, in der Fachterminologie, in den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens und in analytischer Deskription.

 

  • KG B Theorie und Methoden

Das B-Modul Theorie und Methoden ist ein Pflichtmodul, das im 1. Studienjahr absolviert wird. Es setzt sich aus 3 Veranstaltungen zusammen, umfasst also 6 Semesterwochenstunden und entspricht 12 Leistungspunkten. Die Studierenden lernen objektivierte und überprüfbare Methoden und ihre Geschichte kennen und wenden sie an, um die Denkmäler und die mit ihnen verbundenen geschichtlichen Prozesse erfassen, erklären und präsentieren zu können. Es werden vertiefte Grundkenntnisse vermittelt in der kritischen Analyse und Auswertung von Bild- und Textquellen (auch anhand naturwissenschaftlicher Bestimmungs-, Datierungs- und Analysemethoden). Außerdem werden Grundkenntnisse vermittelt in der kunsttechnischen Theoriegeschichte und in der Differenzierung fachwissenschaftlicher Methoden bezogen auf alle Gattungen und Denkmälerbereiche. Die Studierenden werden befähigt zu kritischer Beurteilung wissenschaftlicher Argumentation unter Berücksichtigung internationaler Wissenschaftstraditionen. Sie vertiefen ihre Fähigkeit zur Anwendung der jeweiligen Fachterminologie.


2. Studienjahr: Epochen und Kulturräume/Praxismodul
Aus der Gruppe C muss ein Modul gewählt werden. Das Modul setzt sich aus 3 Veranstaltungen zusammen, umfasst somit 6 Semesterwochenstunden und ist gleichbedeutend mit 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe C werden im 2. Studienjahr absolviert.

  • KG C1 Kunstgeschichte des Mittelalters
  • KG C2 Kunstgeschichte der Neuzeit
  • KG C3 Kunstgeschichte der Moderne

Bezogen auf die jeweilige Epoche wird ein Überblick über die Kunstproduktion in allen Gattungen gegeben sowie die Einarbeitung in internationale Forschungsfragen der Kunstgeschichte angeleitet.

  • KG D Praxis

Das Praxismodul D wird im 2. und 3. Studienjahr absolviert. Es setzt sich zusammen aus 8 Exkursionstagen (gleichbedeutend mit 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 Leistungspunkten) sowie 2 Übungen vor Originalen (jeweils gleichbedeutend mit 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 Leistungspunkten). Alternativ kann die zweite Übung vor Originalen auch durch ein vierwöchiges Praktikum (2 Semesterwochenstunden, 4 Leistungspunkte) ersetzt werden. Die Anrechenbarkeit des Praktikums ist im Vorfeld mit der Studienberatung abzuklären.

Das Praxismodul soll den Umgang mit Originalen intensivieren und den Brückenschlag zu den potentiellen Berufsbereichen erleichtern. Auf Exkursionen im In- und Ausland werden Analyseverfahren der Objektbeschreibung, Gegenstandserfassung, Topographie- und Geländekenntnisse eingeübt. Die Teilnahme an Exkursionen im Umfang von mindestens acht Tagen ist verpflichtend. Zwei Seminare vor Originalen sollen Wissen zu Befunden am Standort (Architektur, ortsgebundene Ausstattungen, etc.), zur Präsentation und Ausstellungspraxis vermitteln. Außerdem sollen vertiefte Kenntnisse von Bau-, Mal-, Bildhauer- und kunsthandwerklichen Techniken sowie Grundkenntnisse von Restaurierungstechniken erworben werden. Ein Seminar vor Originalen kann durch ein mindestens vierwöchiges Praktikum ersetzt werden, das andere Seminar ist verpflichtet und thematisiert die "Kunst im Rheinland". Die Studierenden können ihre praxisorientierten Lehrveranstaltungen aus einem breiten kunsthistorischen Angebot wählen und individuell kombinieren.


3. Studienjahr: Fallstudien
Aus dem Bereich E muss ein Modul absolviert werden. Jedes Modul setzt sich aus zwei Veranstaltungen zusammen, umfasst somit 4 Semesterwochenstunden und entspricht 12 Leistungspunkten. Die Module aus der Gruppe E werden im 3. Studienjahr absolviert.

KG E1 Kunstgeschichte (Formanalyse und Ikonographie)
Es werden komplexere Zusammenhänge der formalen und ikonographischen Charakteristika von Kunstwerken vermittelt und diskutiert.

KG E2 Kunstgeschichte (Funktionen und Kontexte)
Dieses Modul widmet sich den komplexeren Zusammenhängen von Funktion, Verwendungskontext und Rezeption von Kunstwerken.

KG K Kunsthistorisches Kolloquium
Das K-Modul ist ein Pflichtmodul und muss belegt werden. Es besteht aus zwei Veranstaltungen, umfasst somit 4 Semesterwochenstunden und entspricht 6 Leistungspunkten.

In dem Modul werden die Kenntnisse der kunsthistorischen Methodik und der Quellenkritik fachbezogen angewendet sowie internationale Forschungsfragen der Kunstgeschichte aus allen Denkmälerbereichen und Gattungen erörtert und diskutiert.


Studienbegleitende Modulprüfungen

Modulprüfungen erfolgen in Form einer Klausur, einer Seminararbeit oder einer mündlichen Prüfung.


Bachelorarbeit

Die Bachelorarbeit ist eine schriftliche Prüfungsarbeit, die zeigen soll, dass der Prüfling in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem aus dem Gebiet des Studienfachs selbstständig nach wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten, einer Lösung zuzuführen und diese angemessen darzustellen. Die Bachelorarbeit wird in der Regel in der Mitte des 5. Semesters begonnen, nachdem der/die Studierende mindestens 108 Leistungspunkte erworben hat. Ihr Bearbeitungszeitraum beträgt höchstens 5 Monate. Die Bachelorarbeit entspricht 12 Leistungspunkten, ihr Umfang beträgt mindestens 35 Seiten. Nähere Informationen zur Bachelorarbeit können dem Leitfaden zur Bachelorarbeit des Prüfungsbüros entnommen werden.


Zugang zu den Masterprogrammen

Schon im Bachelor-Studiengang sollte bedacht werden, dass der Zugang zu den Masterprogrammen beschränkt ist. Vorausgesetzt werden ein Bachelor- oder vergleichbarer Abschluss mit mindestens gutem Erfolg und ein maßgeblicher Anteil an Leistungen einschließlich der Bachelor-Arbeit aus dem Gegenstandsbereich des angestrebten Master-Studiengangs. Erforderlich für die Zulassung zu diesem sind mindestens 60 Leistungspunkte aus dem entsprechenden Fachbereich. Diese setzen sich zusammen aus dem Abschluss von vier Modulen der Fachrichtung (48 Leistungspunkte) und der im Fachbereich geschriebenen Bachelorarbeit (12 Leistungspunkte). Ein Eignungsfeststellungsverfahren behält sich das Institut vor.


Auslandsstudium

Wer während des Bachelorstudiums einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren möchte, sollte diesen für das zweite Studienjahr einplanen.


Studienordnung

Für die Bachelor- und Master-Studiengänge der Philosophischen Fakultät der Uni Bonn wird es keine gesonderten Studienordnungen geben.
Die Prüfungsordnungen dieser Studiengänge enthalten in der Regel ausführliche Beschreibungen der Studienabläufe und geben Anhaltspunkte für die Gestaltung der Studienpläne.

Die Prüfungsordnungen der grundständigen Bachelorstudiengänge finden Sie für das Fach Kunstgeschichte unter den Studiengängen der Philosophischen Fakultät:

Prüfungsordnung Bachelor-Studiengänge der Philosophischen Fakultät

 

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