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Informationen für Studieninteressierte

Das Kunsthistorische Institut der Universität Bonn stellt sich vor! Finden Sie hier die wichtigsten Informationen für Studieninteressierte:

Womit befasst sich das Fach Kunstgeschichte?

 

im-ueberblick.jpg Copyright: Barbara Frommann / Universität Bonn

Nr 029.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

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Die europäisch geprägte Kunst vom frühen Mittelalter bis in unsere Zeit ist mit all ihren Facetten Gegenstand kunsthistorischer Forschungen: Architektur, Malerei, Skulptur, Druckgrafik, Kunstgewerbe, Fotografie, Videokunst und Performance – um nur einige Gattungen zu nennen.

Das Studium der Kunstgeschichte ermöglicht Ihnen, sich zudem ein umfassendes vernetztes Wissen über Kunsttheorien, Entstehungsbedingungen und Techniken zu erwerben, sowie über die Funktionen und vielfältigen Wirkungen von Kunstwerken oder Künstlern in unterschiedlichen politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen. Hierdurch wird Ihnen die Kernkompetenz an die Hand gegeben, visuelle Werke als Einzelstücke oder Sammlungsbestandteile durch kritische kunstwissenschaftliche Analysen einordnen und Ihr gewonnenes Wissen weitervermitteln zu können.

Die Praxis im kunsthistorischen Studium umfasst, anders als im Kunststudium, beispielsweise die kritische Auseinandersetzung mit Originalen vor Ort in Museen und Ausstellungen. So bieten auch Exkursionen ins In- und Ausland, durch die etwa Architektur und ihre Einbindung in die Umgebung erlebbar werden, eine fruchtbare Ergänzung zu Forschung und Lehre an der Universität.
 


Welche Berufe kann ich nach einem kunsthistorischen Studium anstreben?

 

Lesen Sie hier in welchen Berufsfeldern Kunsthistoriker_innen am häufigsten arbeiten. Welches Feedback ehemalige Studierende zu Berufsaussichten geben und welche Qualifikationen Sie durch das Studium der Kunstgeschichte erwerben, beantwortet Ihnen Julia Krings M.A., die Kustodin des Kunsthistorischen Instituts (Was macht eine Kustodin?).

 

im-ueberblick.jpg Bonner Universitätsfest 2015 | Copyright: Volker Lannert / Universität Bonn

 

Studierte Kunsthistoriker_innen arbeiten wie die meisten Geisteswissen-schaftler überwiegend im breitgefächerten Kulturbereich, wobei die spezifische Fachausrichtung stark von der Spezialisierung während des Studiums und die Karrierestufe von der Höhe des akademischen Abschlusses abhängt.

  • Forschung und Lehre aktiv voranzutreiben ist das Ziel von Kunsthistoriker_innen in der Laufbahn als Wissenschaftler_in. Hierfür ist unter anderem der Doktortitel vorausgesetzt. Hochschulen und Forschungsinstitutionen bieten daneben vielfältige berufliche Möglichkeiten, um als Mitarbeiter_in organisatorische Aufgaben im Projektmanagement, in der Öffentlichkeitsarbeit, in der Betreuung von Sammlungen oder Digitalisierung von Archivbeständen oder ähnlichem umzusetzen.
  • Vielseitige Tätigkeitsbereiche bieten das Museums- und Ausstellungswesen. Als AusstellungskuratorIn etwa sind neben einer ausgewiesenen kunsthistorischen Expertise besonders Projektmanagement, Praxiserfahrung und Sprachkenntnisse gefragt.
    Sehen Sie hier ein Video im YouTube-Kanal von uni-bonn.tv, wie Studenten des Kunsthistorischen Instituts in einem Seminar lernten, wie man eine Ausstellung kuratiert: "Kunst lädt auf".
  • Das Studium der Kunstgeschichte ist auch Grundlage für die Arbeit als Galerist_in oder als Kunsthändler_in, für die profunde Materialkenntnisse und betriebswirtschaftliche Grundlagen notwendig sind. Unerlässlich sind hier zudem Kommunikationsstärke, Fingerspitzengefühl für Kunden und Künstler, wie auch ein Sinn für den Kunstmarkt und aktuelle Trends.
  • Denkmalpfleger_innen oder Denkmalschützer_innen widmen sich dem Erhalt und der Begutachtung von Baudenkmalen, weshalb eine profunde Kenntnis der regionalen Architektur und Kulturgeschichte unabdingbar ist. Neben einer starken naturwissenschaftlichen Komponente erfordert deren Tätigkeit auch rechtliche und verwaltungsspezifische Kenntnisse sowie Verhandlungsgeschick etwa zwischen beteiligten Partnern wie Eigentümern, Handwerkern und Behörden.
  • Fachkenntnisse, eine sehr gute Allgemeinbildung, Wortgewandtheit und ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik, Bilder und ihre Wirkung sind auch als Redakteur_in, Verlagslektor_in, sowie in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit gefragte Qualifikationen von Kunsthistoriker_innen. Diese Fähigkeiten sind auch für organisatorische oder administrative Arbeitsbereiche bei Stiftungen, Verbänden oder anderweitigen Institutionen unterschiedlicher Trägerschaft erforderlich.
  • Touristen und Gästen unterschiedlicher Herkunft den Sinn von und die Faszination für Kunstwerke zu vermitteln, ist die Aufgabe von Reiseleiter_innen, Stadt- oder Museumsführer_innen. Neben einem sehr guten Wissen der örtlichen Kunst- und Kulturgeschichte gehören Sprachkenntnisse, sowie didaktisches Geschick, Redegewandtheit und Überzeugungskraft zu deren Berufsbild.
  • Kunsthistoriker_innen sind auch als Sachverständige für Kunstversicherungen aktiv, um Kunstwerke entsprechend zu bewerten oder Schäden einzuordnen. Da unter anderem auch technische und konservatorische Kenntnisse erforderlich sind, ist hierfür jedoch eine umfangreiche vorausgehende Berufserfahrung im Bereich des Kunstmarkts Voraussetzung.

 

Mehr Informationen zu Tätigkeitsfeldern von Kunsthistoriker_innen erhalten Sie auch auf den Seiten des Verbands Deutscher Kunsthistoriker.

 

Nr 032_bearb.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Nr 003_bearb.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Frage an die Kustodin des Kunsthistorischen Instituts, Julia Krings M.A.:

Julia Krings M.A. arbeitet als Kustodin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kunsthistorischen Institut. Hochschulpolitische Gremienarbeit, institutsinterne Administration und außeruniversitäre Vermittlung des Fachs gehören ebenso zu ihrem Tätigkeitsbereich, wie strukturelle Studiengangsplanung, allgemeine/fachspezifische Studienberatung und Lehre. Dieses vielseitige Aufgabenfeld bietet die Möglichkeit, das Studium der Kunstgeschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten.

 

Immer wieder hört man das Vorurteil vom brotlosen Kunstgeschichtsstudium. Welches Feedback bekommen Sie von den Ehemaligen?

Julia Krings M.A.: "Ach ja, wir armen, hungernden Kunsthistoriker… Dieses Bild vom Berufsleben der Geisteswissenschaftler ist fast schon romantisch. Mit der Realität hat dies jedoch nicht viel zu tun. Ganz klar: der Arbeitsmarkt ist nicht gerade rosig, doch das gilt nicht nur für Studierende der Philosophischen Fakultät.

Vielleicht startet man nicht immer sofort DEN

Traumberuf, doch wer schließt aus, dass man diesen nicht noch findet? Viele Ehemalige berichten mir, dass sie immer auf die im Studium erlernten Fähigkeiten zurückgreifen können, selbst, wenn der Job nicht unbedingt im kulturellen Bereich angesiedelt ist.

Ganz sicher kommt es auch darauf an, seine Stärken heraus zu finden und diese später einsetzen zu können. Etwas sehen und beschreiben zu können, ein gekonnter Umgang mit wissenschaftlichen Quellen, Teamfähigkeit und eine hohe Auffassungsgabe (besonders was Transferleistung angeht) sind Qualitäten, die immer geschätzt werden. Die akademische Ausbildung stellt vielseitiges Handwerkszeug bereit – wie es später angewendet wird, bleibt individuell."

 

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Studienberater_innen des Kunsthistorischen Instituts wenden.


Was ist das Kunsthistorische Institut der Universität Bonn?

 

Nr 052.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Hörsaal9_klein.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

PCM_ItalienischeAbteilung Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

An der Universität Bonn wird in einer der größten und wichtigsten kunsthistorischen Lehr- und Forschungseinrichtungen Deutschlands das Fach Kunstgeschichte in seiner gesamten Breite vertreten. Bereits im Jahr 1860 wurde hier der erste deutsche Lehrstuhl für Kunstgeschichte universitär etabliert.

 

Frage an die Kustodin des Kunsthistorischen Instituts, Julia Krings M.A.:

Was ist der Vorteil des Kunstgeschichtsstudiums an der Universität Bonn?

Julia Krings M.A.: "Fachlich liegen die Vorteile klar auf der Hand: Das Bonner Institut ist eine der größten und ältesten Lehr- und Forschungseinrichtungen in Deutschland mit einer der umfangreichsten Fachbibliotheken unseres Landes. Kunstgeschichte wird in Bonn in der gesamten Bandbreite gelehrt – über alle Epochen hinweg werden alle kunsthistorischen Gegenstände beleuchtet.

Auch der Standort ist für das Fach mehr als günstig: in Bonn sitzt man wie die Made im Speck – der Kunstgürtel des Rheinlands umschließt die Bonner Region, man ist auch schnell in Frankreich, den Niederlanden oder Belgien und kann damit ohne großen Aufwand ziemlich breit gefächert die Kunstszene beobachten.

Und sind wir mal ehrlich: wer kann schon behaupten in der angenehmen Lernatmosphäre eines Schlosses zu studieren?"

Mehr über das Kunsthistorische Institut heute und seine Geschichte erfahren Sie auf unserer Homepage. Erfahren Sie auch mehr zum Institutsleben, das heißt zu Veranstaltungen, Vortragsreihen und studentischen Initiativen wie der Fachschaft oder der Ausstellungsgruppe. Ein Bild von den Themen zu denen am Kunsthistorischen Institut geforscht wird, können Sie sich im Bereich Forschung ansehen, auf den Personen-Seiten der jeweiligen Professorinnen und Professoren sowie Dozentinnen und Dozenten. Aufschlssreich sind hierbei auch die Themen der Abschlussarbeiten sowie die preisgekrönten Doktorarbeiten Bonner Nachwuchsforscherinnen und -forscher.
 

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Studienberater_innen des Kunsthistorischen Instituts wenden.


Wie sind das Bachelor- und Masterstudium am Kunsthistorischen Institut aufgebaut?

Nr 038_bearb.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Nr 027.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

 

Unser Institut bietet verschiedene Studiengänge vom Bachelor bis zur Promotion an.

Die Bachelorstudiengänge Kunstgeschichte können an der Universität Bonn nur im Wintersemester aufgenommen werden. Die Regelstudienzeit beträgt drei Jahre (6 Semester), wobei das Begleitfach auch in drei bis vier Semestern absolviert werden kann.

Der Masterstudiengang Kunstgeschichte kann an der Universität Bonn sowohl zum Winter- als auch zum Sommersemester aufgenommen werden. Die Regelstudienzeit beträgt zwei Jahre (vier Semester).

Im Detail erfahren Sie hier, wie die Studiengänge aufgebaut sind und welche Lehrinhalte vermittelt werden:

 

Interdisziplinär ist das Kunsthistorische Institut an folgenden Studiengängen beteiligt:

 

Alle wichtigen Informationen zur Bewerbung und Zulassung, sowie zur Finanzierung und weiteren wichtigen Themen für Studieninteressierte finden Sie im Portal "Vor dem Studium" der Universität Bonn. Wenn Sie bereits eingeschrieben sind, finden Sie in dem Portal "Im Studium" alle relevanten Informationen vor.

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Studienberater_innen des Kunsthistorischen Instituts wenden.

 

Sprayen 11_Jana Y Fotografie.jpg Copyright: Jana Y Fotografie

Studenten in der Bibliothek Gruppe Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Nr 007.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

Frage an die Kustodin des Kunsthistorischen Instituts, Julia Krings M.A.:

Oft wird das Studium als verschult kritisiert. Welche Möglichkeiten haben Studierende in Bonn, um individuelle Schwerpunkte zu setzen und sich zu spezialisieren?


Julia Krings M.A.: "Das verschulte System hat nicht nur negative Aspekte – im Gegenteil. Ein klar gesteckter Rahmen strukturiert das Studium und stellt sicher, dass die Grundlagen des Fachs im ersten Jahr vermittelt werden, um sich orientieren zu können.

Innerhalb des Systems ist es zudem sehr wohl möglich, einige Weichen selbst zu stellen! Wer flexibel ist, kann aus einem breiten kunsthistorischen Veranstaltungsangebot auswählen, mittels des Begleitfachs im Bachelor-Studiengang den eigenen Schwerpunkt vertiefen und über den Optionalbereich disziplinübergreifende Angebote wahrnehmen.

Im Masterstudiengang wird neben der Vertiefung einiger Epochenmodule u.a. die Möglichkeit geboten, den bereits vorhandenen Schwerpunkt über Importmodule aus anderen Fächern zu intensivieren."


Studieren in Bonn: Modern & traditionell

im-ueberblick.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

im-ueberblick.jpg Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

"Traditionell modern" lautet das Motto der 1818 gegründeten Universität Bonn, die dem Leitbild einer Forschungsuniversität verpflichtet ist. Dies gilt auch für das Bonner Kunsthistorische Institut. Auch wenn die Kunstgeschichte in einem Seitenflügel des ehemaligen Kurfürstlichen Schlosses untergebracht ist, sitzen Studenten und Lehrpersonal keineswegs im sprichwörtlichen "Elfenbeinturm", sondern verbinden Tradition und Moderne sowohl in Lehrinhalten und -methoden als auch durch die Ausstattung sinnvoll miteinander.

Dass Tradition ein wahrer Schatz sein kann, zeigt unsere weit über 100.000 Bücher und knapp 16.500 Zeitschriftenbände umfassende, über 150 Jahre gewachsene Bibliothek, die heute zu den größten kunsthistorischen Fachbibliotheken in Deutschland zählt.

Weitere Arbeitsinstrumente sind die Fotothek, die stetig wachsende Diathek, die in Kooperation mit den Archäologien betriebene Bilddatenbank ArKuBiD und nicht zuletzt die umfangreiche Gipsabguss-Sammlung des Paul-Clemen-Museums mit Bildwerken des Mittelalters und der Renaissance. Unsere Studierenden haben über unsere Institutslizenz ebenfalls Zugriff auf die durch internationale Forschungseinrichtungen und Museen gespeiste kunsthistorische Bilddatenbank Prometheus.

Besonderer Wert wird am Kunsthistorischen Institut auf die Ausstattung mit zeitgemäßer Technik gelegt, wie beispielsweise hochauflösende Beamer und Scangeräte für Publikationen und Abbildungen. Die Digitalisierung von Abbildungen wird teils auch von einem Fotografen umgesetzt, der Studierenden und Lehrkräften des Instituts mit Equipment und professionellem Know-How zur Seite steht.


Bonn als Standort für angehende Kunsthistoriker_innen

 

Hofgarten / Jean-Luc Ikelle-Matiba Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

Frage an die Kustodin des Kunsthistorischen Instituts, Julia Krings M.A.:

Theorie ist das Eine, Praxis das Andere. Wie schätzen Sie die Praxisnähe des Studiums am KHI ein und welche beruflichen Perspektiven bietet der Standort Bonn für Kunsthistoriker_innen?


Julia Krings M.A.: "Gerade der Standort Bonn ist hervorragend geeignet, das Studium in der Praxis zu erproben. Einerseits bieten viele Lehrbeauftragte aus kulturellen Institutionen der Region (Museen, Auktionshäuser, Dombauhütte etc.) Übungen vor Originalen in unseren Studiengängen an, so dass Studierende im Rahmen eines vielfältigen Angebots hinter die Kulissen blicken und sich vis à vis mit den Kunstwerken vor Ort beschäftigen können.

Regelmäßig bieten wir berufskundliche Veranstaltungen an, während derer Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker über ihren beruflichen Werdegang berichten, Einblicke in ihren Arbeitsalltag bieten und Tipps zu Bewerbungen geben. Manches Mal sind bei diesen Veranstaltungen auch Praktikumsplätze vergeben worden.

Zudem ist die hohe Dichte an Kultureinrichtungen in Bonn und Umgebung wie geschaffen, mittels Praktika oder gar im Rahmen einer Nebentätigkeit erste Erfahrungen im Berufsleben zu sammeln. Wer ein Praktikum absolviert, kann es sich sogar anrechnen lassen.

Am Institut selbst bieten sich ebenso mehrere Chancen, sich praktisch zu betätigen. Hilfskräfte erhalten Einblicke in Forschung und Lehre, diverse studentische Initiativen laden dazu ein, sich kunsthistorisch zu engagieren. Beispielsweise im Rahmen der Ausstellungsgruppe, die mehrfach im Jahr eigenständig Ausstellungen im Haus kuratiert. Oder die Initiative Werkstatt Baukultur, die sich mit den architektonischen Denkmälern in Bonn beschäftigt und über die man Führungen anbieten und sich an Publikationen beteiligen kann."

 

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Studienberater_innen des Kunsthistorischen Instituts wenden.

 

Sehen Sie hier ein Video über die Werkstatt Baukultur im YouToube-Kanal uni-bonn.tv anlässlich der Verleihung des Initiativ-Preises der Universität Bonn 2013.


Als Student_in der Universität Bonn Kunstgeschichte international studieren


KHI_Erasmus_Staedte.jpg Fotos: colourbox.de

 

Sprachkenntnisse und internationale Studien- und Arbeitserfahrung gewinnen durch zunehmende Vernetzung und einer über den nationalen Markt hinaus agierenden Berufswelt stark an Bedeutung. Neben der hohen fachlichen Qualifikation durch das Studium selbst sind vor allem Auslandsaufenthalte bei Bewerbungen als Pluspunkte gern gesehen.

Studierende der Universität Bonn haben eine Vielzahl an Möglichkeiten weltweit an zahlreichen Partneruniversitäten im Ausland zu studieren und forschen oder im Rahmen eines Kurzaufenhalts Summerschools oder Sprachkurse zu besuchen. Auch spezifische berufsvorbereitende Praktika im Ausland können seitens der Universität Bonn unterstützt werden.

Studienbegleitend steht es Studierenden offen, das Zertifikat für Internationale Kompetenz zu erwerben. Durch dieses Zeugnis werden internationale Erfahrungen, die Teilnahme an Sprachkursen, international ausgerichtete Lehrveranstaltungen und Aktivitäten oder das Engagement in der Betreuung ausländischer Studierender anerkannt.

Alle Informationen zu Studien- und Förderprogrammen finden Sie auf der Seite Studium und Praktikum im Ausland.

 

Wenn Sie an der Universität Bonn eingeschrieben sind, haben Sie auch die Möglichkeit, Kunstgeschichte im Ausland zu studieren, vorrangig über das Erasmus-Programm an zahlreichen europäischen Partneruniversitäten. Informationen hierzu finden Sie auf unserer Homepage im Bereich "Studium International".

 

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an den Erasmus-Fachkorrdinator des Kunsthistorischen Instituts, Dr. Torsten Tjarks, wenden.

 

Warum ein Auslandsaufenthalt sich besonders für angehende Kunsthistoriker_innen anbietet, können Sie im Interview mit Dr. Torsten Tjarks, dem Fachkoordinator des Erasmus-Programms am Kunsthistorischen Institut nachlesen:

 

Kunstwerke aus aller Herren Länder kann ich mir jederzeit im Internet anschauen. Warum ist ein Auslandsstudium besonders für Studierende der Kunstgeschichte sinnvoll? Was berichten Ihnen die Rückkehrer?

Dr. Torsten Tjarks: "Bilder in Büchern oder im Internet können nie das Erlebnis des Originals vor Ort ersetzen. Das weiß jede/r Studierende des Fachs Kunstgeschichte von den Exkursionen her, an denen sie bzw. er teilnimmt. Man versteht ein Kunstwerk an seinem originalen Standort oft schlagartig besser, weil man den Kontext erkennt, in dem es steht, oder seine Wirkung ob der materiellen Eigenschaften (Format, verwendete Farben) besser einschätzen kann. Das ist ein Aspekt, in dem sich unser Fach vielleicht von anderen Fächern im Erasmus-Austauschprogramm unterscheidet. Das Auslandsstudium sollte sich für Studierende der Kunstgeschichte nicht allein innerhalb der Mauern der Gastuniversität abspielen, so wichtig die Erfahrung eines anderen Studiensystems auch ist. Sie sollten vielmehr – neben dem, was sie sich in ihrem Studienplan vorgenommen haben – die Zeit aktiv nutzen, um die Kunst in der näheren und ferneren Umgebung ihres Studienorts auf eigene Faust zu erkunden. Das ist eine einmalige Gelegenheit, die sich im Leben wahrscheinlich nicht so schnell wieder ergibt und von der man noch lange profitieren kann. Nicht wenige kehren übrigens von ihrem Auslandssemester oder -jahr mit einer Idee für ihre Abschlussarbeit zurück, weil sie ein bestimmtes Kunstwerk, eine Objektgruppe, ein bestimmter Aspekt einer Kunstlandschaft besonders fasziniert hat."

 

Wie kann ich einen Auslandsaufenthalt finanzieren?

Dr. Torsten Tjarks: "Das Erasmus-Programm fördert den Auslandsaufenthalt durch einen sogenannten Mobilitätszuschuss, der je nach Gastland unterschiedlich hoch ist. Zugleich ist es möglich – den wenigsten Studenten ist dies bewusst – ein Auslands-BAföG zu beantragen, selbst wenn man ansonsten keinen Anspruch auf BAföG-Förderung hat. Ferner sollten sich die Studierenden für ihr(e) Auslandssemester vom Studium in Bonn beurlauben lassen. Sie bleiben eingeschrieben, müssen aber nur die Sozialbeiträge bezahlen und sparen so etwa die Kosten für das „Studiticket“. Für alleinerziehende Eltern oder Personen mit körperlichen Einschränkungen bestehen darüber hinaus Möglichkeiten, eine Unterstützung zu beantragen. Einige Studierende suchen sich vor Ort auch kleine Jobs oder absolvieren ein bezahltes Praktikum, um ihr Einkommen aufzubessern. Dadurch sammeln sie natürlich wertvolle Erfahrungen in der fremden Arbeitswelt und können auf überaus effektive Weise ihre Sprachkenntnisse vertiefen. Allerdings sollten sie über diesen Aktivitäten nicht aus den Augen verlieren, dass der Schwerpunkt ihrer Zeit im Ausland auf dem Studium liegen sollte."
 

Kann ich auch ohne oder mit geringen Fremdsprachenkenntnissen ein Erasmus-Auslandssemester absolvieren? Wie viel Vorwissen muss ich über Kunst und Kultur des Gastlandes haben?

Dr. Torsten Tjarks: "Bereits bei der Bewerbung um einen Erasmus-Auslandsaufenthalt müssen zumindest basale Kenntnisse in der Landessprache oder Unterrichtssprache der Gastuniversität nachgewiesen werden. Wir setzen demgegenüber keine Vorkenntnisse über Kunst und Kultur des Gastlandes voraus, wobei ich allerdings glaube, dass gerade diese Vorkenntnisse die Studierenden schon bei der Wahl ihres gewünschten Studienortes beeinflussen. Da wir aus der Sicht unseres Fachs den Studierenden nur empfehlen können, sich während ihres Auslandsaufenthaltes vor Ort so viel Kunst wie möglich anzuschauen, kann eine entsprechende Vorbereitung auf das, was dort auf sie wartet, nur von Vorteil sein. Allgemein gilt, wie sonst in der Kunstgeschichte auch: Man sieht nur, was man weiß, bzw. wer mehr weiß, sieht auch mehr.

 

Müssen Studierende nach Ihren Erfahrungen durch den Auslandsaufenthalt mit einer Verlängerung der Regelstudienzeit rechnen? Wenn ja, wäre dies ein Nachteil bei Bewerbungen?
Dr. Torsten Tjarks: "Obwohl wir bemüht sind, nach der Rückkehr den Studierenden so viel von ihren Studien- und Prüfungsleistungen im Ausland anzurechnen, wie möglich ist, schaffen es die meisten nicht, dort so viele Leistungspunkte zu erwerben, wie sie vielleicht erworben hätten, wenn sie in Bonn geblieben wären. Aber die Eindrücke, das Maß an Lebenserfahrung, die Sprachkenntnisse, die sie in dieser Zeit erwerben, wiegen den Rückstand, den sie dann im Studium womöglich nachholen müssen, um ein Vielfaches auf! Das sehen Arbeitgeber nicht anders. Übrigens werden durch die Beurlaubung vom Studium in Bonn den Studierenden die Auslandssemester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. Sie müssen also nicht befürchten, dass Ihnen ein Nachteil hinsichtlich der Regelstudienzeit entsteht, der sich etwa auf den Bezug von Unterhaltszahlungen oder Förderungen (BAföG, Stipendien) negativ auswirken könnte."

 

Gibt es neben der Anrechnung der ECTS-Leistungspunkte noch andere Möglichkeiten, sich diese an der Universität Bonn anrechnen zu lassen?

Dr. Torsten Tjarks: "Das Zertifikat für Internationale Kompetenz, das die Universität als extra-curriculares Angebot ausstellt, ist eine hervorragende Möglichkeit, sich Aktivitäten rund um das Auslandsstudium, die nicht direkt zum Studium bzw. Praktikum gehören, wie beispielsweise der Besuch von Sprachkursen, das Engagement in internationalen Projekten etc. bescheinigen zu lassen. Hierzu – wie auch zu allen anderen Fragen rund um das Erasmusprogramm – stellt das Dezernat Internationales als zentrale Einrichtung der Universität Bonn ein reiches Angebot an Informationsmöglichkeiten auf der Homepage zur Verfügung."


Arbeitspraxis erhalten und Vorbereitungen für das Berufsleben

  

Studenten Ausstellung Hängung Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

Halle Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

Für Studierende, die Kunstgeschichte im Bachelor-Kernfach oder im Studiengang 2-Fach-B.A. belegt haben, wird im 2. und 3. Studienjahr das Praxismodul KG D Praxis angeboten. Es setzt sich zusammen aus acht Exkursionstagen (gleichbedeutend mit zwei Semesterwochenstunden bzw. vier Leistungspunkten) sowie zwei Übungen vor Originalen (jeweils gleichbedeutend mit 2 Semesterwochenstunden bzw. 4 Leistungspunkten). Alternativ kann die zweite Übung vor Originalen auch durch ein vierwöchiges Praktikum (zwei Semesterwochenstunden, vier Leistungspunkte) ersetzt werden. Das andere Seminar ist verpflichtend und thematisiert die "Kunst im Rheinland".

Studienbegleitend können an der Universität fächerübergreifende Qualifizierungsangebote im Optionalbereich belegt werden, in denen methodische Kompetenzen vermittelt werden, wie etwa im Bereich Medien und IT. Diese sind nicht nur für die erflogreiche Bewältigung des Studiums, sondern selbstverständlich auch im Berufsalltag unerlässlich. Daher eignen sich diese Seminare besonders gut, sich mit Programmen und Techniken vertraut zu machen.

Das Career Center der Universität Bonn bietet Studierenden und Absolvent_innen Beratungsangebote und Seminare, wenn es um Fragen hinsichtlich der Berufswahl und Bewerbung, des Assessment-Centers, der Karriereplanung oder etwa um den "Business-Knigge" geht. Lesen Sie auf den Seiten des Career Centers, welche Möglichkeiten Sie vor dem Eintritt ins Berufsleben wahrnehmen können.

Wenn Sie ein zivilgesellschaftliches Engagement, beispielsweise ein Ehrenamt in kulturellen und sozialen Einrichtungen ausüben, kann dies mit sechs Leistungspunkten (LP) gewürdigt und anerkannt werden. Ein solches freiwilliges Engagement kann später sicherlich auch in beruflicher Hinsicht oder bei Stipendienbewerbungen positiv bewertet werden. Welche Regelungen für die Anrechnung seitens der Universität gelten, sind dem Leitfaden zu entnehmen.

 

Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Studienberater_innen des Kunsthistorischen Instituts wenden.


Wichtige Termine & Fristen

 

KHI Eingang Lichtmalerei Copyright: Jean-Luc Ikelle-Matiba / Kunsthistorisches Institut

 

Alle wichtigen Termine und Fristen für die Bewerbung, Einschreibung oder Rückmeldung, sowie den akademischen Kalender mit den Angaben zur Dauer des Sommer- und Wintersemesters und den vorlesungsfreien Zeiten finden Sie auf der Homepage der Universität Bonn. Hier finden Sie unter anderem Hinweise zu den Fristen zur Anmeldung in Wohnheimen, Vorkursen oder für Einführungsveranstaltungen.


Fragen hierzu? Gerne können Sie sich an die Zentrale Studienberatung der Universität Bonn wenden.

 

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