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PONS - innerdeutsches Austauschprogramm

Informationen PONS

PONS ermöglicht als Studierendenaustauschprogramm den zeitweiligen, unkomplizierten Wechsel der Hochschule im Bachelor- und Masterstudium innerhalb Deutschlands. Ziel ist, durch das Studium an einem oder zwei der insgesamt fünf Partnerinstitute mit ihren jeweils individuellen fachlichen Ansätzen und Ausrichtungen in Forschung und Lehre den Studierenden einen breiteren, facettenreicheren Zugang zum Studienfach zu ermöglichen. Im Gegensatz zum Erasmus-Programm steht bei PONS somit nicht der internationale Austausch und der Erwerb von Fremdsprachenkompetenzen im Vordergrund, sondern vielmehr die Vermittlung der institutionellen und methodischen Vielfalt des Studienfachs.

Zielsetzung

Die Notwendigkeit für PONS ergibt sich aus den zahlreichen Hürden, die dem für die akademische Ausbildung grundlegenden und lange Zeit selbstverständlichen Austausch heute im Weg stehen: Im Zuge des Bologna-Prozesses stieg der Verwaltungsaufwand für die notwendigen Bewerbungs- sowie Im-, Ex- und Reimmatrikulationsvorgänge sprunghaft an. Zusätzlich zu möglichen Problemen bei der Verwaltung des BAföGs, kommen Einschränkungen aufgrund der Eingliederung der Kunstgeschichte in Hybridstudiengänge oder starre Fachkombinationen hinzu. Im Zusammenhang mit den von Institut zu Institut z.T. stark abweichenden Zugangsvoraussetzungen und insbesondere den Schwierigkeiten bei der Anrechnung am Gastinstitut erbrachter Leistungen, ist ein zeitweiliger Institutswechsel bislang meist nur mit einem sehr hohen Aufwand und Zeitverlust umsetzbar oder in vielen Fällen auch gänzlich unmöglich.

Nach dem Verwaltungs- und Organisationsvorbild des Erasmus-Programms werden diese Vorgänge durch Kooperationsvereinbarungen zwischen den teilnehmenden Instituten und Learning-Agreements sowie die im Idealfall fortwährende Einschreibung am Heimatinstitut, nun deutlich vereinfacht. PONS leistet somit einen entscheidenden Beitrag zur Wiederherstellung von Mobilität im geistes- und kulturwissenschaftlichen Studium.

Geschichte und Förderung

Das Programm wurde vom Göttinger Institut für Archäologie initiiert und ist einer von neun Gewinnern des von der Mercator- und Volkswagen Stiftung ausgeschriebenen Wettbewerbs „Bologna – Zukunft der Lehre“. Im Anschluss an die Pilotphase von 2010-15, in der der Austausch zwischen neun archäologischen Instituten erprobt wurde, lief das Austauschprogramm 2016 voll an und wurde sukzessive auf zahlreiche weitere geistes- und kulturwissenschaftliche Disziplinen ausgeweitet – darunter seit 2017 nun auch die Kunstgeschichte. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Programms und auf facebook.

Partnerinstitute

Der Kunsthistorische Verbund des stetig wachsenden PONS-Netzwerks umfasst bislang die Kunsthistorischen Institute der Universitäten Berlin (FU), Bonn, Göttingen, Hamburg und Leipzig. An diesen Instituten können Bachelor- und Masterstudierende ein oder zwei Semester absolvieren.

Bewerbungs und Auswahlverfahren

Die Bewerbung umfasst neben einem Anschreiben mit Angabe des Erst- und Zweitwunsches sowie des Zweitfachs, das ebenfalls an der Gasthochschule fortgeführt werden kann, ein ein- bis zweiseitiges Motivationsschreiben, den Lebenslauf und das aktuelle Transcript of Records. Diese Unterlagen sind in einer pdf-Datei per E-Mail an pons@gwdg.de und pons-kunstgeschichte@uni-bonn.de in CC, zu senden. Nach Zusage eines Platzes werden in einem zweiten Schritt die entsprechenden Learning-Agreements mit der PONS-Kontaktperson am Heimatinstitut und der Fachstudienberatung getroffen.

Der Bewerbungsschluss für das Sommersemester ist jeweils der 15. Januar, für das Wintersemester der 15. Juni.

Als zusätzlichen Anreiz vergibt die VolkswagenStiftung unter fünf Teilnehmern in Abhängigkeit von der Stärke der Bewerbungen Stipendien in Form einer Einmalzahlung von 250 EUR. Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Programms (www.pons-archaeologie.de) und bei der PONS-Beratung des Bonner KHI (Sprechstunde n. V.).

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