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01.10.2019

Call for Papers: Forschungskolloquium "Informelle Kunst"

Die Forschungsstelle Informelle Kunst veranstaltet am 4. Februar 2020 erstmalig ein Forschungskolloquium für Doktorand*innen und fortgeschrittene Masterstudierende, für das ab sofort Beitragsvorschläge eingereicht werden können.

Die im Juni 2019 am Kunsthistorischen Institut eröffnete Forschungsstelle Informelle Kunst hat das Ziel, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern und einzubinden. Hierfür wird erstmals das Forschungskolloquium "Informelle Kunst" veranstaltet, das die Möglichkeit zum wechselseitigen Austausch sowie zur Präsentation und Diskussion aktueller Projekte bietet. Einsendeschluss für Exposés ist der 27. November 2019. Nähere Informationen können Sie dem CfP entnehmen: https://www.khi.uni-bonn.de/de/forschung/forschungsstelle-informelle-kunst/call-for-papers-forschungsstelle-informelle-kunst

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07.11.2018

Geometrische Entwurfs- und Proportionierungsverfahren in den Bildkünsten des Quattro- und Cinquecento

 

 

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Das Projekt geht an exemplarischen Fällen der Frage nach, mit welchen Methoden Maler und Bildhauer große Kompositionen, Figuren und Figurenkonstellationen zu proportionaler Fügung gebracht haben, welche Werkstattraditionen, Material- und handwerkstechnischen Verfahren dabei rekonstruiert werden können und welche theoretischen Grundlagen dafür existierten bzw. entwickelt wurden.

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07.11.2018

Michelangelo als Architekt

Michelangelo als Architekt

 

 

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Im Rahmen eines größeren Vorhabens zum architektonischen Werk Michelangelos und seiner Stellung in der zeitgenössischen Architektur gelten laufende Studien seinem Umbau der Diocletians-Thermen zur Kirche S. Maria degli Angeli sowie seinem Projekt für San Giovanni dei Fiorentini in Rom.

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30.09.2018

Zeitschrift für Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte

 

 

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Die Zeitschrift ist ein wissenschaftliches Publikationsorgan für Beiträge zur Provenienzforschung und Sammlungsgeschichte sowie benachbarter Forschungsbereiche wie Rezeptionsgeschichte, Kunstmarktforschung und Transfer von Kunst- und Kulturgütern in deutscher und englischer Sprache. Eine solche Zeitschrift ist ein Desiderat. Wir reagieren damit unter anderem auf die Rückmeldungen vieler Kolleginnen und Kollegen, die nach einer Möglichkeit suchen, Ergebnisse aus Forschungsprojekten in Form von Miszellen, Fallstudien oder längeren Aufsätzen schnell und unkompliziert zu veröffentlichen. Sie wird in enger Zusammenarbeit mit der Universitätsbibliothek Heidelberg geplant und mit deren Open Journal System Programm – zunächst online – publiziert werden.

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30.09.2018

Handbuch für Provenienzforschung

 

 

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Provenienzforschung gehört seit jeher zum Methodenkanon der Kunstgeschichte. Mit ihrer Hilfe können beispielsweise Fragen zur Rezeptionsgeschichte, zu ursprünglichen Verwendungszwecken sowie zur Echtheit beantwortet werden. Im Hinblick auf unrechtmäßig entzogene Kunst- und Kulturgüter im Kontext des Kolonialismus, des Nationalsozialismus oder der ehemaligen SBZ bzw. DDR erhält die Rekonstruktion der Besitz- und Eigentumsgeschichte von Objekten zudem eine politische und gesellschaftliche Relevanz. Daraus hat sich aktuell ein neuer Fokus der musealen sowie nun auch universitären Forschung auf die Provenienzforschung ergeben. Geplant ist eine Publikation, die einerseits unterschiedliche Vorgehensweisen und Methoden in der Provenienzforschung beschreibt und andererseits Fallbeispiele aus verschiedenen Anwendungsgebieten und Kontexten, in denen Provenienzforschung eine Rolle spielt, vorstellt.

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01.10.2018

Interdisziplinärer Masterstudiengang "Provenienzforschung und Geschichte des Sammelns"

 

 

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Der im Fach Kunstgeschichte angesiedelte Masterstudiengang kombiniert kunstwissenschaftliche und rechtswissenschaftliche Inhalte, sodass die Studierenden eine profunde Ausbildung in beiden Disziplinen erhalten, entsprechend beispielsweise der Anforderungen an Provenienzforscherinnen und Provenienzforschern. In den juristischen Lehrveranstaltungen sollen Fragen des Zivilrechts, des Kunsthandelsrechts und des Kulturgutschutzes vermittelt werden. Die kunsthistorischen Veranstaltungen werden Themenbereiche der Translokationen von Kunst- und Kulturgütern in verschiedenen Epochen und lokalen Kontexten, der Sammlungs- und Rezeptionsgeschichte sowie der Kunstmarktforschung umfassen. Hier wird ein besonderer Fokus auf gewaltsame Entzüge von Kunst- und Kulturgut liegen, beispielsweise während des Kolonialismus, im Nationalsozialismus und in der ehemaligen DDR / SBZ. Ein weiterer Schwerpunkt des Studiengangs liegt auf dem Praxisbezug, der in Form von in das Studium integrierte Praktika sowie praxisorientierten Übungen gewährleistet wird.

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31.07.2018

Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher "Grenzlandforschung" von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära

Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher "Grenzlandforschung" von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära

 

 

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Das Forschungsprojekt „Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher ‚Grenzlandforschung‘ von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära“ widmet sich personalen und inhaltlichen Kontinuitäten in der völkisch motivierten deutschen „Grenzlandforschung“ sowie dem Stellenwert künstlerischer Überlieferung in derselben.

Ziel der „Grenzlandforschung“ war der Nachweis deutscher Kulturleistungen und ihrer Strahlkraft in den Grenzräumen des deutschen Sprachgebiets, womit sich wechselnde politische Zielsetzungen und Ansprüche verbanden. Den Ausgangspunkt des Projekts bildet die Beobachtung, dass viele Träger des zur Zeit des Nationalsozialismus besonders gepflegten Forschungsfeldes selbst aus den multiethnischen Grenzräumen des östlichen Europa stammten. Diese Akteure waren jeweils in gleich mehreren Regionen als Kunsthistoriker, Denkmalpfleger, Museologen und Beteiligte am organisierten Kunstraub aktiv und blieben dem Forschungsfeld trotz sich wandelnder Rahmenbedingungen oftmals bis in die Nachkriegszeit treu. Dies wirft die Frage nach der Rolle der Deutschen aus dem östlichen Europa als Gegenstand und / oder Motor völkischer Ostpolitik und bundesdeutscher Osteuropapolitik auf, der im Rahmen des Projekts nachgegangen werden soll. Zugleich versteht sich das Vorhaben als ein Beitrag zur Wahrnehmungsgeschichte der künstlerischen Überlieferung in Grenzregionen nationaler Wissenschaftssysteme.

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30.06.2018

Die Kunstförderung der Staufer in Italien. Werke, geistiger Hintergrund und Hofkultur

Die Kunstförderung der Staufer in Italien. Werke, geistiger Hintergrund und Hofkultur

 

  • Leitung und Beteiligte: Dr. Francesca Soffientino als Post-Doc-Stipendiatin (Mentor Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck)
  • Mittelgeber: Alexander-von-Humboldt-Stiftung
  • Laufzeit: 2018-2020
  • Kontakt: Dr. Francesca Soffientino, Etscheidhof, Raum 0.003, Tel.: 0228 73-6837

 

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Was bedeutete es für ein Mitglied des staufischen Hauses die Kunst in Italien zu unterstützen? Welche Medien und Vorbilder waren für die Herrscher die wirksameren, um bestimmte auf sie und ihre Herrschaft bezogene Werte und Vorstellungen zu übermitteln? Unter welchen Bedingungen manifestierte sich die Hofkultur und welche Rolle hatte sie bei der Genese von Kunstwerken? Diese sind nur einige der zahlreichen Fragen, die nach den neuesten Studien auch die Staufer und ihre Zeit betreffen. Durch die Anwendung vergleichender Untersuchungsmethoden, die verschiedene Gebiete betrachten, existieren heute mehr Informationen über die kulturelle und soziale Umgebung, die auf die Entstehung der Werke starken Einfluss gehabt zu haben scheint, oder über die interkulturellen Beziehungen zwischen der staufischen Kunst und der byzantinischen und islamischen Welt des Nahen Ostens. Diese positiven und organischen Entwicklungen der Forschung betrafen die deutsche Seite der Studien, die sich seit langen mit diesen Problemen beschäftigt. Auch wenn dieser dynamische und moderne Annäherungsversuch dem italienischen Teil des Reiches selbst gilt, blieb er mit den überwältigen Namen Kaiser Friedrichs II. (1194 – 1250) verbunden und infolgedessen haben die ihm gewidmeten Studien ihn als eine außerordentliche und einzigartige Figur erscheinen lassen.

Das Ziel dieses Projektes ist es hingegen, einen neuen und fachübergreifenden Blick auf die Kunstförderung der ganzen Dynastie (1122 - 1268) in Italien als Gesamtphänomen zu werfen, d.h. die erhaltenen und nicht mehr erhaltenen Kunstobjekte, die von den Kaisern und Königen gefördert wurden, werden im Vergleich zu ihrer Zeit und mit besonderer Beachtung ihres Herstellungsraumes, dem mittleren Mittelmeer, erneut betrachtet. Inwieweit der Besitz von Kunstwerken für die Zeitgenossen als Zeichen der Macht eines Herrschers wahrgenommen wurde, wird tatsächlich durch die Schriftquellen betont, die im italienischen, deutschen und arabischen Gebieten entstanden. Die Erwähnung von bestimmten Materialien, Techniken oder Herkunftsorten – z.B. Gebäude, Schmuck, gemusterte und verzierte Stoffe, Kameen oder orientalische Teppiche und Juwelen – bezeichnet oder schildert immer wieder, wie die Staufer ihre Herrschaft verwirklichten und unterstrichen.

Die Behandlung der von den Staufen benutzten und in den Quellen erwähnten “Massenmedien” könnte hier anschließen, umfassten sie doch gleichsam offizielle Herrscherbildnisse auf Münzen oder Siegeln. Hier ergibt sich ein Bezug auf das Teilprojekt von Prof. Dr. Stieldorf am Bonner Sonderforschungsbereich 1167 zu “Macht und Herrschaft. Vormoderne Konfigurationen in transkultureller Perspektive”. Hinzu treten in einem jeweils eigenen Verhältnis zu diesen die plastischen oder malerischen Darstellungen. Sie werden bisweilen in den Chroniken erwähnt und verkörperten mehr das Ideal der Macht als eine realistische Wiedergabe, konnten aber auch aus der Perspektive des Beherrschten gestaltet sein. Letzteres ist ein Aspekt, der ganz besonders eine Verbindung zum Teilprojekt zur profanen Wandmalerei des Mittelalters (Der König als Gast – Haus und Herrschaft in der profanen Wandmalerei) von Prof. Dr. Wolter-von dem Knesebeck in dem genannten Bonner SFB 1167 darstellt. Das versammelte Material wird dann im Vergleich zu den europäischen und arabischen Reichtümern betrachtet – z.B. am päpstlichen und am byzantinischen Hof, in englischen und französischen Reiche, in Ägypten –, um die Eigentümlichkeiten, Erwartungen und Ansprüche der staufischen Kunst ins Licht zu stellen.

Auf der anderen Seite ermöglicht uns eine derartige Analyse der Schriftquellen, in den sozialen Kontext des Hofes hineinzublicken. Besonders wurde in den deutschen Texten erwähnt, dass am Hof Musik, Gedicht und Gesang sehr geschätzt und gefördert wurden. Aber wie erfahren auch, wie jener kulturelle Raum dem Herrscher Anlass gab, sich mit den Hofeliten zu treffen. Deren Einfluss auf die kaiserliche oder königliche Orientierung im Bezug auf eine bestimmte Ikonographie oder auf die Wahl von Materialien, Techniken und Künstlern wird in diesem Projekt untersucht. Hierbei wird eine an den Untersuchungen von Julius von Schlosser orientierte und umfassende Schilderung der staufischen Hofkunst angestrebt, damit die besonderen und eigenständigen Merkmale dieser Manifestationen vollständig verstanden werden können.

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01.06.2018

Das Haus in der Stadt vor 1300

Bonner Teilprojekt des Forscherverbunds zusammen mit PD Dr.-Ing. Barbara Perlich, TU Berlin

  • Leitung und Beteiligte in Bonn: Prof. Dr. Harald Wolter-von dem Knesebeck, Julia Hurlbeck M.A.; Anna Katharina Nachtsheim M.A. M.Ed. (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft / Abteilung für Germanistische Mediävistik, Tel.: 0228 73-1923, Raum 4.001 / Adenauerallee 33; betreut von Prof. Dr. Elke Brüggen als Projektpartnerin in Bonn)
  • Mittelgeber: Deutsche Forschungsgemeinschaft
  • Laufzeit: 2018-2022

Weitere Informationen folgen.

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31.05.2018

"Staatsmalerei" auf dem westdeutschen Kunstmarkt: Willi Sittes Körperbilder im Kontext zeitgenössischer Kunstdiskurse

 

 

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Der Galerist Michael Hertz in Bremen feierte sein 50-jähriges Bestehen im Jahr 1982 mit einer Ausstellung des damaligen DDR-Künstlers Willi Sitte (1921-2013). Die Kunst der DDR wurde seit den 1970er Jahren im westdeutschen Kulturbetrieb immer präsenter. Hertz war neben der Galerie Brusberg einer der ersten, die ostdeutsche Künstler ausstellte und in der BRD verkaufte. Das Geschäft schien gut zu laufen. Das verdeutlicht nicht nur die Wahl des Künstlers zu Hertz‘ Jubiläumsausstellung, sondern auch zeitgenössische Kritik in der westdeutschen Presse an den wirtschaftlichen Interessen des Staatlichen Kunsthandels der DDR. Neben Ausstellungen in staatlich finanzierten oder unterstützten Institutionen (documenta, Kunstvereine), spielte anscheinend auch der Kunstmarkt eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Wahrnehmung von DDR-Künstlern in der BRD.

Die Rezeption der Kunstwerke erfolgte jedoch fast ausschließlich auf formalästhetischer Ebene. Zumeist wurden die Werke der DDR-Künstler in Kontrast zu abstrakten Ausdrucksformen des westlichen Kulturbetriebes gestellt oder an ihnen der Begriff des „Sozialistischen Realismus“ abgehandelt. Dabei sind Analogien beispielsweise im Werk Sittes mit Arbeiten von Künstlern aus anderen gesellschaftspolitischen Systemen augenscheinlich. Denn obwohl die Abstraktion synonym für eine freie und demokratische Kunst in der BRD gebraucht wurde, verebbte das Bedürfnis nach einer Thematisierung des neuen Menschen(bildes) nicht. Die starke Betonung des menschlichen Körpers ist also nicht nur im Œuvre Sittes offenkundig, sondern findet beispielsweise Parallelen im Werk Lucian Freuds (1922-2011) oder in den Performances des Wiener Aktionismus. Die nackten Leiber treten hier nicht nur in klassisch 'bürgerlichen' Bildthemen, wie Mythologie und Akt, oder in Zusammenhang mit Darstellungen von Sexualität ins Bildfeld. Vielmehr begegnen sie vor allem in der Auseinandersetzung mit Krieg, Geschichte und Unterdrückung.

Neben der Untersuchung der Rolle des Kunstmarktes bei der Verbreitung von DDR-Kunst in der BRD, sollen in dem Projekt Korrelationen der westlichen und östlichen Kunstsysteme aufgezeigt werden. Andererseits gilt es zu untersuchen, welche bis heute wirkenden Mechanismen die kunstwissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Werken Sittes in der BRD damals bestimmten und auf eine Stilanalyse beschränkten, so dass regions- und systemübergreifende Inhalte nicht erkannt wurden.

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