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Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher "Grenzlandforschung" von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära

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Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher "Grenzlandforschung" von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära

Hermann Phleps (1877–1964), Architekturprofessor an der Technischen Hochschule in Danzig auf Forschungsreise durch das besetzte Norwegen 1943/1944, aufgenommen vor der nordöstlichen Ecksäule der Stabkirche von Urnes © Bildarchiv Foto Marburg, fmla13706_19

 

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Das Forschungsprojekt „Kunsthistoriker aus dem östlichen Europa als transregionale Akteure deutscher ‚Grenzlandforschung‘ von der ausgehenden Kaiserzeit bis in die Adenauer-Ära“ widmet sich personalen und inhaltlichen Kontinuitäten in der völkisch motivierten deutschen „Grenzlandforschung“ sowie dem Stellenwert künstlerischer Überlieferung in derselben.

Ziel der „Grenzlandforschung“ war der Nachweis deutscher Kulturleistungen und ihrer Strahlkraft in den Grenzräumen des deutschen Sprachgebiets, womit sich wechselnde politische Zielsetzungen und Ansprüche verbanden. Den Ausgangspunkt des Projekts bildet die Beobachtung, dass viele Träger des zur Zeit des Nationalsozialismus besonders gepflegten Forschungsfeldes selbst aus den multiethnischen Grenzräumen des östlichen Europa stammten. Diese Akteure waren jeweils in gleich mehreren Regionen als Kunsthistoriker, Denkmalpfleger, Museologen und Beteiligte am organisierten Kunstraub aktiv und blieben dem Forschungsfeld trotz sich wandelnder Rahmenbedingungen oftmals bis in die Nachkriegszeit treu. Dies wirft die Frage nach der Rolle der Deutschen aus dem östlichen Europa als Gegenstand und / oder Motor völkischer Ostpolitik und bundesdeutscher Osteuropapolitik auf, der im Rahmen des Projekts nachgegangen werden soll. Zugleich versteht sich das Vorhaben als ein Beitrag zur Wahrnehmungsgeschichte der künstlerischen Überlieferung in Grenzregionen nationaler Wissenschaftssysteme.

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