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01.01.2014

Harald Wolter-von dem Knesebeck / Joachim Hempel (Hg.): Die Wandmalereien im Braunschweiger Dom St. Blasii

Harald Wolter-von dem Knesebeck / Joachim Hempel (Hg.): Die Wandmalereien im Braunschweiger Dom St. Blasii

 

Die gegen 1230–1240 entstandenen Wandmalereien des Braunschweiger Doms, eines der wichtigsten Kirchenbauten seiner Zeit, bilden den größten Komplex ihrer Art aus dem Hochmittelalter. Dieser Band behandelt diese bedeutenden Malereien und ihre neuzeitlichen Ergänzungen vor dem Hintergrund neuer Restaurierungen. Besprochen wird die stilistische Erscheinung der Wandmalereien ebenso wie ihre Beischriften, ihr Programm und dessen Einbindung in den Kirchenraum, in dem sich das berühmte Stiftergrab Heinrichs des Löwen befindet. Weitere Beiträge widmen sich der Künstlerfrage ("Johannes Gallicus") und dem Kontext der Wandmalereien: dem Kirchenraum und seiner Baugeschichte bzw. seiner liturgische Disposition sowie der Geschichte der Institution. Die Autoren sind ausgewiesene Kenner des Objektes aus den Disziplinen Kunstgeschichte und Geschichte, Restaurierungswissenschaft und Theologie.

Das Buch wurde 2014 vom Verlag Schnell & Steiner herausgegeben.

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31.05.2017

Doris Lehmann: Vom Streit zum Bild. Bildpolemik und andere Waffen der Künstler

Doris Lehmann: Vom Streit zum Bild. Bildpolemik und andere Waffen der Künstler

 

Wie stritten bildende Künstler miteinander und wie setzten sie dabei ihre Werke als Waffe ein? Wie konnten sie ihren Kritikern und Feinden zeigen, was sie von ihrem Kunsturteil hielten und – wenn möglich ohne Worte – dafür sorgen, dass ihr Publikum dies auch verstand? Wie konnten sie ferner ignorante Auftraggeber bestrafen und ungestraft beleidigen? Und was passierte, wenn ein Künstler emotional überreagierte und durch irrationales Handeln Toleranzgrenzen überschritt? Oder wenn ein Gegner antwortete?

Diesen und anderen Fragen widmet sich der Sammelband des DFG-Projekts "Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit", der auf der vom 4. bis 5. Dezember 2015 an der Universität Bonn veranstalteten internationalen Tagung "Vom Streit zum Bild – Bildpolemik und andere Waffen der Künstler" basiert. Im Zentrum der Diskussionen stehen hier Streitfälle, in denen Künstler ihre Werke als Medium einer Auseinandersetzung instrumentalisierten und inszenierten. Jenseits der bereits intensiv erforschten Aspekte Paragone, Agon, Aemulatio und der Künstler als Verbrecher widmet sich dieser Sammelband damit dem Phänomen des Künstlerstreits unter Berücksichtigung des durch Kontroversen freigesetzten kreativen Potentials, seinen bildsprachlichen Traditionen und Innovationen. Das behandelte Spektrum von Fallstudien umfasst im Schwerpunkt Beispiele des 16. Jahrhunderts und reicht bis in die Gegenwart.

Das Buch wurde 2017 vom Verlag ad picturam veröffentlicht und kann als Open Access-Version eingesehen werden.

 

Zu dieser Veröffentlichung ist ein Folgeband in Arbeit.

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31.05.2011

Georg Satzinger: Michelangelo und die Fassade von San Lorenzo in Florenz

Georg Satzinger: Michelangelo und die Fassade von San Lorenzo in Florenz

 

Der Wunsch des Medici-Papstes Leo X., die traditionell von seiner Fa­milie geförderte Klosterkirche San Lorenzo mit einer prachtvoll geschmückten Fassade zu versehen, brachte 1516 eine Reihe von spektakulären Projekten konkurrierender Künstler, darunter Raffael, hervor, die paradigmatisch die Möglichkeiten einer bildtragenden Architektur ausloten. Schließlich fiel Michelangelo als dem fähigsten Bildhauer der Auftrag und damit die Aufgabe zu, sich zugleich im großen Maßstab als Architekt zu bewähren, bis die Medici 1520 die Arbeiten abbrachen. Die Planungen, die erstmals in allen überlieferten Zeugnissen rekonstruiert, mit zahlreichen neuen Ergebnissen interpretiert und umfassend transparent gemacht werden können, sind höchst aufschlußreich für Michelangelos ebenso voraussetzungsreiche wie wegweisende, neue Konzeption einer sich gegenseitig bedingenden Architektur und Skulptur.

Das Buch wurde 2011 vom Hirmer Verlag veröffentlicht.

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31.03.2014

Georg Satzinger / Marc Jumpers (Hg.): Zeremoniell und Raum im Schlossbau des 17. und 18. Jahrhunderts

Georg Satzinger / Marc Jumpers (Hg.): Zeremoniell und Raum im Schlossbau des 17. und 18. Jahrhunderts

Tholos, Band 7

Mit den Beiträgen:

Hellmut Lorenz
Zeremoniell und Raumdekoration im barocken Schlossbau. Ideal und Wirklichkeit

Eva-Bettina Krems
'Il y a cette difference dans nos usages ...'. Höfische Raumfunktionen und Raumkonzepte um 1700 im europäischen Vergleich

Henriette Graf
Die Residenz München. Zeremoniell, Raumdisposition und Raumnutzung 1680–1745

Martin Pozsgai
Die Appartements des Kurfürsten Max Emanuel von Bayern in Boitsfort, Nymphenburg und Schleißheim

Ulrike Seeger
Zur reichsfürstlichen Aneignung eines französischen Raumtyps am Beispiel des Paradeschlafzimmers in Schloss Schleißheim

Guido Hinterkeuser
Zwischen Aneignung und Erneuerung. Die Wohn- und Paradeappartements des ersten preußischen Königs Friedrich I. im Berliner Schloss

Anna Mader-Kratky
Zwei Herrscher unter einem Dach. Herausforderungen an Raum und Zeremoniell in der Wiener Hofburg in mariatheresianischer Zeit

Marina Beck
Residenz oder Lustschloss? Die Funktion des Schlosses Schönbrunn zur Zeit Maria Theresias (1740–1780)

Marc Jumpers
Profane Schlossräume und ihre Bedeutung im Trauerzeremoniell der Kölner Kurfürsten Joseph Clemens und Clemens August

 

Die Publikation wurde 2014 vom Rhema-Verlag herausgegeben.

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01.03.2014

Stefan Bodemann: Der musizierende und tanzende David in der italienischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts

Stefan Bodemann: Der musizierende und tanzende David in der italienischen Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts

Tholos, Band 8 (zugl. Bonn, Univ., Diss., 2013)

König David zählt zu den prominentesten Figuren des Alten Testaments und somit der biblischen Ikonographie. Die Monographie untersucht, wie der musizierende und tanzende David in der frühneuzeitlichen Malerei Italiens, wo der Aspekt des Musizierens in besonderer Weise kultiviert ist, dargestellt wurde. Erfüllt wird damit in einem ersten Versuch ein erhebliches Forschungsdesiderat, nämlich die systematische Analyse der nachmittelalterlichen Davidikonographie unter besonderer Berücksichtigung der Musikikonographie.

Eine repräsentative Auswahl an Gemälden des 16. und 17. Jahrhunderts lässt erkennen, dass der alttestamentliche König im Zusammenhang mit drei Bildtypen erscheint: als musizierender Hirte und Waffenträger vor König Saul, anlässlich der Überführung der Bundeslade nach Jerusalem sowie allgemein als musizierender und singender Psalmist. Gegeben ist jeweils eine hohe Vielfalt an Möglichkeiten des Inszenierung des Musizierenden und Tanzenden – sei es als Musiktherapeut avant la lettre, als Tugendexempel oder als Himmelsmusiker. Zudem versucht die Studie, die Beziehungen zwischen David- und Cäciliendarstellungen sowie bildlichen Repräsentationen musizierender Gestalten der profanen Ikonographie (Orpheus, Apollo, Homer usw.) zu erhellen.

Nicht zuletzt erfolgt ein knapper Abriss der Ikonographie des musizierenden David in der mittelalterlichen Buchmalerei einerseits, in den niederländischen Bildkünsten der Renaissance und des Barock andererseits. Ein Katalog fächert jeweils ikonographische, stilistische, theologische und philosophische sowie instrumentenkundliche Aspekte auf, ergänzt um eine möglichst präzise Rekonstruktion von Kontext und Funktion der jeweiligen Bildwerke und ihrer Aussage.

Der Titel wurde 2014 mit dem Ulrich-Weidner-Preis ausgezeichnet und 2015 vom Rhema-Verlag herausgegeben.

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01.02.2015

Torsten Tjarks: Das Architekturdetail bei Borromini. Form, Variation und Ordnung

Torsten Tjarks: Das Architekturdetail bei Borromini. Form, Variation und Ordnung

 

Neuartige Architekturdetails, die den klassischen Formenkanon der Säulenordnungen auf signifikante Weise abwandeln, sind ein wesentlicher Bestandteil der Werke Francesco Borrominis (1599‒1667). Er setzte Kapitellgestaltungen und Profilierungen gezielt ein, um seine unkonventionellen Architekturen mit ungewohnten Qualitäten auszustatten, formal-ästhetisch wie inhaltlich-ikonologisch.

Bereits die Zeitgenossen registrierten es als ein auffälliges Merkmal dieses Hauptmeisters des römischen Barock, dass er zu jedem Bau einen eigenen Apparat von Einzelformen erfand und sich dabei - in vermeintlich radikaler Weise - von den Modellen der Antike und Renaissance löste. Diese Praxis, die ebenso scharfe Ablehnung wie eine fruchtbare Nachfolge erfuhr, wird in der Arbeit an exemplarischen Werken, insbesondere der ersten Schaffensphase, untersucht. Im Zentrum steht dabei nicht allein die Frage, inwiefern Einzelmotive übernommen und abgewandelt wurden, sondern auch, in welchem Verhältnis das abgewandelte Detail zur Gesamtstruktur des jeweiligen Baus steht. Eingehende Analysen der Handzeichnungen Borrominis machen nachvollziehbar, wie er im Bereich der Profilierungen über das Variieren bestimmter Formen neue Lösungen gewann und welche Methoden er zur Proportionierung von Gesimsen und Kapitellen anwandte. Es ergeben sich neue Einblicke in sein Verhältnis zur Antike, zu Vorläufern wie dem von ihm verehrten Michelangelo und zu den Vorgaben der Architekturtheorie. Weitere Aspekte der Arbeit sind u.a. der ikonographische Hintergrund einiger religiöser Symbole, die im Baudekor Borrominis häufig begegnen, sowie die Wiedergabe von Borrominis Architekturdetails in druckgraphischen Publikationen des frühen 18. Jahrhunderts.

Die Veröffentlichung wurde 2015 als 37. Band der Reihe Römische Studien der Bibliotheca Hertziana vom Hirmer-Verlag herausgegeben.

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01.01.2013

Roland Kanz: Die Brüder Casanova: Künstler und Abenteurer

Roland Kanz: Die Brüder Casanova: Künstler und Abenteurer

 

Giacomo Casanova beherrschte die hohe Kunst der Verführung und eroberte im funkelnden Treiben des Rokoko zahlreiche Frauen. Gegen Ende seiner Tage schrieb er in einem letzten Akt der Selbstliebe seinen berühmten Lebensroman. Er prägte damit das eigene Nachleben wie das seiner Brüder, die einst als Künstler ebenfalls Berühmtheit erlangten: Giovanni als Schüler von Anton Raphael Mengs und als Akademiedirektor in Rom und Dresden, Francesco als gefeierter Schlachtenmaler in Paris und Wien. Das Buch von Roland Kanz bietet mit überraschenden Einsichten ein bewegtes Panorama des europäischen Kulturlebens, eine mitunter turbulente Verwicklung von Galanterien, Gaunereien und Eifersüchteleien. Es vereint mit literarischer Leichtigkeit Literaturgeschichte mit der Kunst- und Kulturgeschichte im Kaleidoskop einer bemerkenswerten Familie des 18. Jahrhunderts.

Die Publikation wurde 2013 im Deutschen Kunstverlag veröffentlicht. Lesen Sie hierzu auch die ausführliche Pressemitteilung der Universität Bonn.

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01.01.2015

Katja Mikolajczak: Der Maler Jakob Götzenberger, 1802–1866. Leben und Werk

Katja Mikolajczak: Der Maler Jakob Götzenberger, 1802–1866. Leben und Werk

Tholos, Band 9

Heute wenig bekannt, war der 1802 in Heidelberg geborene Maler Jakob Götzenberger zu Lebzeiten ein hoch angesehener Künstler. Götzenberger war ein Schüler von Peter Cornelius und führte einige prestigereiche, weithin beachtete Aufträge aus. So fertigte er Wandgemälde für die Aula der Bonner Universität, die Kapelle des Herdingschen Gutshauses in Nierstein und die Trinkhalle in Baden-Baden. Außerdem wurde er zum badischen Hofmaler und Galeriedirektor in Mannheim ernannt. Besondere Bedeutung kommt Jakob Götzenberger zu, da er ab den 1850er Jahren in England tätig war und auch dort sehr bedeutende Auftraggeber fand. So stattete er für den Earl of Ellesmere das überdachte Atrium des Bridgewater House in London aus. Dafür schuf er Wandgemälde, Kuppeldekorationen, entwarf Stuckfiguren und sogar Mobiliar. Götzenberger fertigte außerdem vier große Historiengemälde für den Duke of Northumberland. Viele Werke des Malers zeigen deutliche Bezüge zu Arbeiten seines Lehrers Peter Cornelius und den Idealen des Lukasbundes. Zudem umfasst Götzenbergers Œuvre auch Genreszenen, Landschaften und zahlreiche Porträts.

Diese Monografie behandelt erstmals das gesamte Schaffen des Künstlers, darunter viele bisher unbekannte Arbeiten. Anhand zeitgenössischer Quellen konnte zudem seine außergewöhnliche Biografie rekonstruiert werden. Neben einem Textteil, in dem chronologisch der Werdegang Götzenbergers und seine wichtigsten Arbeiten besprochen werden, verfügt die Monografie über einen Katalog, in dem alle bekannten Werke des Künstlers systematisch untersucht werden.

Die Publikation wurde mit dem mit dem Ulrich-Weidner-Preis für Kunstgeschichte 2012 des Kunsthistorischen Instituts der Bonner Universität und mit dem Paul-Clemen-Preis des Landschaftsverbands Rheinland 2013 ausgezeichnet und 2015 im Rhema-Verlag veröffentlicht.

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01.02.2011

Grischka Petri: Arrangement in Business. The Art Markets and the Career of James McNeill Whistler

Grischka Petri: Arrangement in Business. The Art Markets and the Career of James McNeill Whistler

 

Ever since John Ruskin dismissed James McNeill Whistler (1834–1903) as a coxcomb asking exaggerated prices for bad paintings, the American artist has been labeled an entrepreneurial self-promoter. For the first time, this study examines in detail the economic side of Whistler’s entire career. The artist’s professional trajectories are traced with the help of a database recording prices for his works between 1855 and 1903, making the structure of his international lifetime markets transparent. The book analyses Whistler’s exhibition strategies in London, Paris and New York, and the artist’s relationships with patrons and institutions. Whistler’s transactions with art dealers, commercial galleries and collectors are examined, and business aspects of his artistic decisions are discussed together with commercial implications of the Aesthetic Movement. Whistler emerges as a first modernist successfully making up strategies of distinction. A complement to the existing Whistler catalogues raisonnés and biographies focusing on the aspect of art economy, this study is a valuable reference work.

Die Veröffetnlichung wurde 2011 vom Olms Verlag herausgegeben.

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01.01.2011

Doris H. Lehmann: Historienmalerei in Wien. Anselm Feuerbach und Hans Makart im Spiegel zeitgenössischer Kritik

Doris H. Lehmann: Historienmalerei in Wien. Anselm Feuerbach und Hans Makart im Spiegel zeitgenössischer Kritik

 

Die Rivalität zwischen dem "verkannten Künstler" Anselm Feuerbach und dem "Malerfürsten" Hans Makart ist legendär. Ihre sensationellen Ausstellungen modernisierten die Wiener Kunstszene und polarisierten die Debatte um die angemessene Ausstattung der monumentalen Ring­straßenbauten. Der Vergleich ihrer künstlerischen Strategien präsentiert die Historiengemälde dieser "Antipoden" in neuem Licht. Detaillierte Analysen zeitgenössischer Kritiken, Bildvergleiche, historische Karikaturen und Photographien lassen die Positionen beider Künstler und die "Makartzeit" in diesem Buch lebendig werden. Der umfangreiche Quellenanhang bietet neue Einblicke in den Kunstbetrieb des Wiener Ringstraßenprojekts. Ein Register erschließt die Dokumente für weiter­führende Studien.

Die Publikation wurde 2011 vom Böhlau Verlag herausgegeben.

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