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Doris Lehmann: Vom Streit zum Bild. Bildpolemik und andere Waffen der Künstler

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Wie stritten bildende Künstler miteinander und wie setzten sie dabei ihre Werke als Waffe ein? Wie konnten sie ihren Kritikern und Feinden zeigen, was sie von ihrem Kunsturteil hielten und – wenn möglich ohne Worte – dafür sorgen, dass ihr Publikum dies auch verstand? Wie konnten sie ferner ignorante Auftraggeber bestrafen und ungestraft beleidigen? Und was passierte, wenn ein Künstler emotional überreagierte und durch irrationales Handeln Toleranzgrenzen überschritt? Oder wenn ein Gegner antwortete?

Diesen und anderen Fragen widmet sich der Sammelband des DFG-Projekts "Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit", der auf der vom 4. bis 5. Dezember 2015 an der Universität Bonn veranstalteten internationalen Tagung "Vom Streit zum Bild – Bildpolemik und andere Waffen der Künstler" basiert. Im Zentrum der Diskussionen stehen hier Streitfälle, in denen Künstler ihre Werke als Medium einer Auseinandersetzung instrumentalisierten und inszenierten. Jenseits der bereits intensiv erforschten Aspekte Paragone, Agon, Aemulatio und der Künstler als Verbrecher widmet sich dieser Sammelband damit dem Phänomen des Künstlerstreits unter Berücksichtigung des durch Kontroversen freigesetzten kreativen Potentials, seinen bildsprachlichen Traditionen und Innovationen. Das behandelte Spektrum von Fallstudien umfasst im Schwerpunkt Beispiele des 16. Jahrhunderts und reicht bis in die Gegenwart.

Das Buch wurde 2017 vom Verlag ad picturam veröffentlicht und kann als Open Access-Version eingesehen werden.

 

Zu dieser Veröffentlichung ist ein Folgeband in Arbeit.

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